Sinfonieorchester  der  BASF - Mitarbeiter

Stehende Ovationen für das große Festkonzert

Dirigentenjubiläum von Klaus Siefert beim Cäcilienchor Rot

St. Leon-Rot. (mbi) Anlässlich des 30-jährigen Dirigentenjubiläums von Chorleiter Klaus Siefert veranstaltete der Cäcilienchor St. Mauritius Rot ein großes Festkonzert. Mit der festlichen Messe C-Dur KV 317, der sogenannten „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart, eröffnete der Chor zusammen mit dem Orchester „Collegium Musicum Ludwigshafen“ das Konzert. Mit etwa 70 Sängerinnen und Sängern ist der Cäcilienchor St. Mauritius Rot mit Sicherheit einer der größten Kirchenchöre der Region, er präsentierte sich stark und leistungsfähig. Die Messe ist in den Streichern ohne Bratschen, dafür in den Bläserstimmen farbenreich instrumentiert. Als Gesangssolisten wirkten Josefa Kreimes (Sopran), Dr. Nicole Aeschbach (Alt), Constantin Rupp (Tenor) und Walter Henzel (Bass) mit.

Image 1Nach einer festlichen Eröffnung durch den Chor im Kyrie gaben sich die Solisten fein lyrisch in der Gestaltung ihrer Parts. Kontrastreich in Tempo und Dynamik wirkte der abwechselnde Einsatz von Chor und Solisten im Gloria. Energisch sang der Chor das lange Credo und das mitreißend interpretierte „Sanctus“. Das Benedictus wurde dann wieder überwiegend von den Solosängern gesungen. Sehr warm gelang auch das schöne Hornsolo in diesem Satz. Das Agnus Dei ist in großen Teilen eine Soloarie für den Sopran. Josefa Kreimes sang sie mit Hingabe und geschmackvoller Gestaltung. Die feinsinnige Begleitung durch die Oboen im Orchester ist hier hervorzuheben.

Pfarrer Manfred Woschek zitierte in seiner Laudatio mit „Ohne Musik wär’ alles nichts“ Wolfgang Amadeus Mozart. Um den Kirchenchor aus Rot beneide ihn mancher Pfarrerkollege. „Beim Singen geht es um Freundschaft, Gemeinschaft und Spaß“, so Woschek. Ein Verein sei aber nur so gut wie seine Mitglieder. Klaus Siefert übernahm den Chor 1987, damals im Alter von 22 Jahren. Er leite nicht nur den Kirchenchor in Rot sehr erfolgreich, er habe auch weitere Chöre mit unterschiedlichem Repertoire gegründet. So erhielt er für seine musikalische Arbeit viel Lob, ein Geschenk und eine Urkunde des Diözesan-Cäcilienverbands.

Anschließend sang der Chor „Piccolo Chorus Mauritius“ mit fast 40 Sängern anspruchsvolle Werke des romantischen Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy: „Jauchzet dem Herrn“ nach dem Psalm 100 und „Richte mich Gott“ nach dem Psalm 43. Die Frauen des Chors bereicherten das Konzert mit dem Engelsterzett „Hebe deine Augen auf zu den Bergen“ aus dem Oratorium „Elias“.

Mit dem großen Cäcilienchor gab es dann noch ein weiteres Werk von Mendelssohn: „Ich harrete des Herrn“. Eingeleitet von einem wohlklingenden Hornsolo brachten Chor und die beiden Gesangssolistinnen ein emotional berührendes romantisches Werk zu Gehör.

Ein weiterer Höhepunkt war „Mirjams Siegesgesang“ von Franz Schubert. Mit vollem Orchester sprengt dieses opernhafte Werk den Rahmen der üblichen Messgesänge. Eindrücklich wird mit allen musikalischen Möglichkeiten einer romantischen Komposition der Auszug aus Ägypten geschildert. Nach einer orientalisch anmutenden Einleitung gewinnt die Musik schnell an Dramatik. Ergreifend besangen Chor und Solistin Josefa Kreimes das biblische Geschehen. 

Im Kontrast dazu zeigte sich nun der Chor Cantus Mauritius mit etwa 50 Sängern. Begleitet von Konrad Knopf am E-Piano, sang der Chor mit den vier Gesangssolisten die Messe „Missa Lumen“ von Lorenz Maierhofer. Mit rhythmisch prägnanten Themen brachte dieser Chor seine jungen Stimmen zum Klingen. Sehr sauberer Chorklang und präzise rhythmische Feinarbeit wurden bei diesem Auftritt deutlich.

John Rutter ist als Komponist moderner Kirchenmusik allen Insidern ein Begriff. Von ihm sang der Cäcilienchor den ersten Satz seines monumentalen Magnificats. Farbige Instrumentierung, anspruchsvolle rhythmische Arbeit und fein ausgearbeitete Dynamik machten es den Zuhörern sehr schwer, den Applaus wie gewünscht bis zum Ende zurückzuhalten.

Zum Abschluss sangen alle Chöre an St. Mauritius gemeinsam den berühmten Kanon von Thomas Tallis „Glory to thee, my God, this night“. Nun gab es für das Publikum keine Zurückhaltung mehr: stehende Ovationen und minutenlanger Applaus für ein großartiges Konzert. So musste die Zugabe zum Mitsingen „Großer Gott, wir loben dich“ dann auch gleich zwei Mal gesungen werden. 

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